„Arbeit ist das halbe Leben“, singt Peter Maffay. „Nicht für uns“, kontert die Initiative der Glücklichen Arbeitslosen. Ob man sie hat oder nicht, sucht oder flieht, Arbeitgeberin oder Arbeitnehmer ist – unser Selbstbild, ja unsere gesamte Existenz wird entscheidend geprägt von der Arbeit, ihrem Lohn und dem, was andere darüber denken.

Doch das war nicht immer so: In der Antike schufteten nur die Sklaven, und nie vertrieb der Adel sich je die Zeit mit der Tätigkeit des ,Pöbels‘, der Arbeit. Wie kam es zu diesem erstaunlichen Wandel? Warum ist uns die Arbeit heilig, und wieso schätzen wir unterschiedlichste Tätigkeiten oft nur, wenn sie auch entlohnt werden? In welcher Gestalt begegnet uns die Arbeit heute – und welcher Zusammenhang besteht zwischen agilen Arbeitsformen und der neuen Arbeitskrankheit Nr. 1, dem Burnout-Syndrom? Und zuletzt: Gibt es Alternativen zur gegenwärtigen Arbeitsgesellschaft?

Diesen Fragen werden wir uns mit Texten und Filmen ebenso widmen wie in gemeinsamen Diskussionen und Präsentationen. Wichtige Impulse erhalten wir dabei aus Philosophie und Soziologie, von Denkern wie Max Weber, Hannah Arendt, Richard Sennett und Andreas Reckwitz, außerdem von Stimmen aus der Tagespresse, von Künstlern, Dichtern und Kindern.

 

Seminar:Die Bedeutung der Arbeit für unser Selbstbild „ mit Dr. Christian Dries. Er studierte Philosophie, Soziologie, Psychologie und Geschichte in Freiburg und Wien und leitet in der Thales-Akademie den CAS Digitalethik. Zuvor war er Wissenschaftsmanager einer privaten Hochschule und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Freiburg. Als Vizepräsident führt er die von ihm mitgegründete Internationale Günther Anders-Gesellschaft.

Termin: 13./14. Mai 2022, Freitag 16:30 – 21:30 Uhr, Samstag 09:30 – 13:30 Uhr
Ort: In Präsenz, Thales-Akademie, Holbeinstraße 16, 79100 Freiburg
Kosten: 540 Euro
Anmeldung: Für Ihre Anmeldung gehen Sie bitte auf unsere Anmeldeseite der Wirtschaftsethik: https://www.thales-akademie.de/anmeldung-wirtschaftsethik/.

 

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