Wenn es um die zukunftsfähige Gestaltung von Unternehmen geht, gehören „flache Hierarchien“, „mehr Eigenverantwortung“ und „nachhaltige Geschäftsmodelle“ längst zu gern gebrauchten Schlagwörtern. Näher besehen machen aber nur wenige ernst mit diesen Idealen. Eine Ausnahme bilden die Menschen hinter dem Getränkekollektiv PREMIUM, die seit 2001 eine eigene Cola und seit einiger Zeit auch das Holunderblütengetränk „Frohlunder“ herstellen. Gemeinsam verstoßen sie gegen so ziemlich jede Grundregel der Betriebswirtschaftslehre: kein Logo, keine Werbung, kein Sponsoring, keine Freiware, keine Bikini-Girls, keine Verträge, keine Gewinnmaximierung, keine Hierarchien.
Stattdessen bringt das Kollektiv alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammen, vom Etikettenhersteller bis zum Konsumenten, um gemeinsam ein hochwertiges soziales und ökologisches Produkt zu schaffen – bei gleichen Löhnen für alle. Und die Kollektivisten gehen noch einen Schritt weiter: In der hart umkämpften Getränkebranche gewähren sie den Händlern nicht den üblichen Mengenrabatt, sondern erheben einen Anti-Mengenrabatt, um kleinere Marktteilnehmer zu stärken.
Klingt alles ziemlich utopisch? Gelingt allerdings erstaunlich erfolgreich!

Gemeinsam mit unseren Gästen Uwe Lübbermann aus Hamburg (Gründer von Premium Cola) und David Bregulla aus Freiburg (Gründer von Frohlunder) diskutierten wir an diesem Abend gemeinsam über Ideale, Herausforderungen und unkonventionelle Gestaltungsmöglichkeiten in Unternehmen. Damit aus Utopien erfolgreiche Unternehmen und soziale Ideen erwachsen können.