Ethikberater:in im Gesundheitswesen: K1-, K2- und K3-Zertifizierung

Die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) hat seit einigen Jahren ein Curriculum zur Zertifizierung von Ethikberatung im Gesundheitswesen entwickelt. Die AEM empfiehlt die Zertifizierung für Personen, die an Gremien für Ethikberatung teilnehmen wollen (Kompetenzstufe 1), diese Gremien und Stabsstellen für Ethik leiten (Kompetenzstufe 2) sowie andere Personen in klinischer Ethik und Ethikberatung unterrichten (Kompetenzstufe 3). Die Inhalte des CAS Medizinethik sind von der AEM für die drei Kompetenzstufen K1, K2, K3 anerkannt und anrechenbar. Alle erforderlichen theoretischen Inhalte können an der Thales-Akademie absolviert werden. Die praktische Erfahrung muss selbstverständlich am Arbeitsplatz bzw. in einem klinischen Ethikkomitee gesammelt werden.

 

Die Kompetenzstufen

K1: Ethikberater:in im Gesundheitswesen

Um das Zertifikat „Ethikberater:in im Gesundheitswesen“ (K1) zu erhalten, müssen Sie einen Grundkurs und einen Moderationskurs besuchen. Bei uns können Sie beide absolvieren:

  • Der Kurs „Methoden ethischer Entscheidungsfindung“ ist als Grundkurs von der AEM anerkannt. Nächste Termine: 17. und 18. Oktober 2025; 09. und 10. Oktober 2026
  • Wir bieten regelmäßig Moderationskurse entsprechend den Vorgaben der AEM an. Nächste Termine: 27. und 28. Februar 2026; 16. und 17. Oktober 2026
K2: Koordinator:in für Ethikberatung im Gesundheitswesen

Die K2-Zertifizierung umfasst die Zertifizierung in Kompetenzstufe 1 und mindestens 1 Jahr praktische Erfahrung in der Koordination und Moderation von Ethikberatung. Dazu kommen die Nachweise über jeweils ein Seminar in Stufe K2.2 und ein Seminar in Stufe K2.3:

K3: Trainer:in für Ethikberatung im Gesundheitswesen

Die K3-Zertifizierung umfasst die Zertifizierung in Kompetenzstufe 2 und weitere Qualifikationen:

  • Grundständiges Studium mit Schwerpunkt Ethik oder ein geeigneter Aufbaustudiengang mit mindestens 10 ECTS-Punkten: Bei uns können Sie diese Qualifikation erwerben, wenn Sie das CAS Medizinethik absolvieren.
  • Qualifikation im Bereich Kommunikation, Konfliktlösung und/oder Gesprächsführung.
  • Qualifikation im Bereich Lehre/Erwachsenenbildung.
  • Mindestens 2 Jahre praktische Erfahrung in der Implementierung und Weiterentwicklung von Organisationsprozessen der Ethikberatung
  • Moderation von mindestens zwanzig dokumentierten Ethik-Fallberatungen
  • Nachweis aktiver Mitarbeit bei der Erstellung einer Ethik-Leitlinie

 

 

Zertifizierung K1

Ethikberater:in im Gesundheitswesen

Um die Zertifizierung zur/m Ethikberater:in zu beginnen, müssen Sie die Teilnahme an den Kursen „Moderationskurs für Ethikberatung“ und „Methoden ethischer Entscheidungsfindung“ nachweisen. Beide Kurse bieten wir mehrfach an:

Moderationskurs für Ethikberatung im Gesundheitswesen - 27. und 28. Februar 2026

Gute Ethikberatung ist im Wesentlichen abhängig von gelungener Kommunikation und Moderation: Was sich mit Blick auf ethische Standards und organisatorische Erfordernisse im Gesundheitswesen als Selbstverständlichkeit darstellt, entpuppt sich in der praktischen Umsetzung nicht selten als herausfordernd. Oft mangelt es an Zeit, manchmal fehlen geeignete Räume.

Überlagerung von eigentlichen Gesprächselementen

Mit der Fallgeschichte brechen sich häufig gar nicht ursächlich verbundene Gefühle Bahn: Ärger über die Vorgehensweise der anderen Abteilung, Rivalitäten im Gefüge der Kolleg:innen, Rücksichten auf hierarchische Gegebenheiten überlagern die eigentlichen Gesprächselemente von Anamnese, Prognose und der Einigung auf ein gemeinsames Therapieziel.

Moderation als komplexe Aufgabe und Rolle

Und was das Gespräch überhaupt erst zum Ethikberatungsgespräch macht: Werthaltungen der Teilnehmenden und ethische Konflikte müssen identifiziert und benannt werden. Diese außerordentlich komplexe Aufgabe der Moderationsrolle soll im Seminar gründlich erarbeitet werden: mittels Information, Diskussion und vor allem in praktischem Training.

Möglich ist die Vergabe von Fortbildungspunkten der Landesärztekammer (LÄK). Melden Sie sich dafür bitte mindestens 5 Wochen vor Kursstart bei uns, da diese frühzeitig im Voraus beantragt werden müssen.

Zum Dozenten

Der Dozent Dr. Karl-H. Richstein arbeitet seit 30 Jahren in der Klinikseelsorge. Seine therapeutischen Qualifikationen führten ihn in die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie, seine Weiterbildungen in Supervision und Mediation in das Umfeld der Hypnosystemik und Organisationsberatung.

Termin: Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026 jeweils von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: Liefmann-Haus der Universität Freiburg (Goethe Str. 33, 79100 Freiburg)
Kosten: 490 Euro
Anerkennung: Möglich ist die Vergabe von Fortbildungspunkten der Landesärztekammer (LÄK). Melden Sie sich dafür bitte mindestens 5 Wochen vor Kursstart bei uns, da diese frühzeitig im Voraus beantragt werden müssen.

Anmeldung: Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 begrenzt. Für Ihre Anmeldung gehen Sie bitte auf unsere Anmeldeseite. Bei Fragen melden Sie sich gerne per Mail bei unserer Kollegin Miriam Fischer-Goebers: fischer@thales-akademie.de

Methoden ethischer Entscheidungsfindung – 09./10. Oktober 2026

In Einrichtungen der Gesundheitsversorgung wie Krankenhäusern und Pflegeheimen treten medizinethische Konflikte besonders häufig auf. Um diesen zunehmenden Bedarf an ethischer Konfliktlösung und Orientierung zu bewältigen, haben sich im Laufe der vergangenen Jahre spezielle Beratungsgremien etabliert. Das am häufigsten konsultierte Gremium ist das Klinische Ethikkomitee. Allerdings variieren die Methoden dieser Ethikkomitees im deutschsprachigen Raum teils erheblich. Hierin drückt sich nicht nur ein unterschiedliches Verständnis von Medizinethik sowie guter Ethikberatung aus; diese Unterschiede beeinflussen auch das konkrete Beratungsergebnis.

 

Im Seminar verschaffen wir uns daher einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Modelle der Ethikberatung und schärfen den Blick für ihre jeweiligen Vor- und Nachteile anhand praktischer Beispiele.

 

Auf diesem Weg zeigt sich, wie wichtig eine qualifizierte Ethikberatung für alle Verantwortungsträger:innen im Gesundheitswesen, aber auch für Patient:innen und ihre Angehörigen sein kann – und wie sie bei der Bewältigung wiederkehrender ethischer Herausforderungen im Spannungsfeld von Patientenautonomie, therapeutischem Selbstverständnis und begrenzten Mitteln helfen kann.

 

 

Dr. Gerald Neitzke ist Arzt und Mitarbeiter am Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Dort leitet er die AG Klinische Ethik und ist Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees. Sein Schwerpunkt liegt neben der Klinischen Ethik und Ethikberatung, insbesondere auf Fragen der Ethik am Lebensende. Er ist Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin und Mitglied im European Clinical Ethics Network.

 

Kosten: 690 € pro Einzelseminar
Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Teilnahmegebühr dient der Kostendeckung.

Ebenfalls möglich ist die Vergabe von Fortbildungspunkten der Landesärztekammer (LÄK). Melden Sie sich dafür bitte mindestens 5 Wochen vor Kursstart bei uns, da diese frühzeitig im Voraus beantragt werden müssen.

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Moderationskurs für Ethikberatung im Gesundheitswesen - 16. und 17. Oktober 2026

Gute Ethikberatung ist im Wesentlichen abhängig von gelungener Kommunikation und Moderation: Was sich mit Blick auf ethische Standards und organisatorische Erfordernisse im Gesundheitswesen als Selbstverständlichkeit darstellt, entpuppt sich in der praktischen Umsetzung nicht selten als herausfordernd. Oft mangelt es an Zeit, manchmal fehlen geeignete Räume.

Überlagerung von eigentlichen Gesprächselementen

Mit der Fallgeschichte brechen sich häufig gar nicht ursächlich verbundene Gefühle Bahn: Ärger über die Vorgehensweise der anderen Abteilung, Rivalitäten im Gefüge der Kolleg:innen, Rücksichten auf hierarchische Gegebenheiten überlagern die eigentlichen Gesprächselemente von Anamnese, Prognose und der Einigung auf ein gemeinsames Therapieziel.

Moderation als komplexe Aufgabe und Rolle

Und was das Gespräch überhaupt erst zum Ethikberatungsgespräch macht: Werthaltungen der Teilnehmenden und ethische Konflikte müssen identifiziert und benannt werden. Diese außerordentlich komplexe Aufgabe der Moderationsrolle soll im Seminar gründlich erarbeitet werden: mittels Information, Diskussion und vor allem in praktischem Training.

Möglich ist die Vergabe von Fortbildungspunkten der Landesärztekammer (LÄK). Melden Sie sich dafür bitte mindestens 5 Wochen vor Kursstart bei uns, da diese frühzeitig im Voraus beantragt werden müssen.

Zum Dozenten

Der Dozent Dr. Karl-H. Richstein arbeitet seit 30 Jahren in der Klinikseelsorge. Seine therapeutischen Qualifikationen führten ihn in die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie, seine Weiterbildungen in Supervision und Mediation in das Umfeld der Hypnosystemik und Organisationsberatung.

Termin: Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026 jeweils von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: Liefmann-Haus der Universität Freiburg (Goethe Str. 33, 79100 Freiburg)
Kosten: 490 Euro
Anerkennung: Möglich ist die Vergabe von Fortbildungspunkten der Landesärztekammer (LÄK). Melden Sie sich dafür bitte mindestens 5 Wochen vor Kursstart bei uns, da diese frühzeitig im Voraus beantragt werden müssen.

Anmeldung: Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 begrenzt. Für Ihre Anmeldung gehen Sie bitte auf unsere Anmeldeseite. Bei Fragen melden Sie sich gerne per Mail bei unserer Kollegin Miriam Fischer-Goebers: fischer@thales-akademie.de

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Zertifizierung K2

Koordinator:in für Ethikberatung im Gesundheitswesen

Um die Zertifizierung „Koordinator:in für Ethikberatung im Gesundheitswesen“ zu absolvieren, müssen Sie zunächst ein K1-Zertifikat nachweisen. Zudem benötigen Sie mindestens ein Jahr praktische Erfahrung in der Koordination und Moderation von Ethikberatung. Mit unseren Kursen zu medizinethischen und organisationsethischen Themen erfüllen Sie dann alle Voraussetzungen für die Zertifizierung.

Bitte beachten Sie: Für eine erfolgreiche K2-Zertifizierung müssen insgesamt zwei Kurse belegt werden (K2.2 + K2.3). Die Anerkennung Ihrer Berufserfahrung erfolgt direkt über die AEM.

K2.3: Ökonomisierung der Medizin - 17./18. April 2026

In einem immer stärkeren Ausmaß prägt die Orientierung an Kosteneffizienz und Gewinnoptimierung das Gesundheitswesen und insbesondere die klinische Realität. Die finanziellen Mittel sind begrenzt, während die Kosten für die Gesundheitsversorgung weiter steigen. Der Druck, am Krankenbett zu sparen, wenn Diagnose und Patient/in wenig profitabel erscheinen, nimmt zu. Zugleich verändern finanzielle Anreize sowie Zielvereinbarungen in Ärzteverträgen auf schleichende Weise das sensible Vertrauensverhältnis zwischen Ärzt/in und Patient/in.

Welche konkreten Auswirkungen hat ein Vergütungssystem gemäß DRG auf die unterschiedlichen Berufsgruppen im Gesundheitswesen? Wie lassen sich die begrenzten finanziellen Mittel bei der Versorgung kranker Menschen gerecht verteilen? Und vor allem: Welche Möglichkeiten hat jede/r einzelne, mit diesen Rahmenbedingungen verantwortungsvoll umzugehen?

Im ersten Seminarteil werden wir die gegenwärtige Situation analysieren und uns zentrale gesundheitsökonomische sowie ethische Grundbegriffe erarbeiten. Im zweiten Teil untersuchen wir konkrete Verteilungsfragen, auf deren Basis wir uns im dritten Teil mit Verteilungskriterien wie dem Alter, der Kosteneffektivität und Anreizsystemen auseinandersetzen. Im letzten Teil werden die Ergebnisse zusammengetragen und individuelle Handlungsspielräume für den eigenen Alltag erarbeitet.

 

Prof. Dr. Markus Zimmermann studierte Theologie an den Universitäten Frankfurt am Main und Fribourg (CH), wo er promoviert wurde und sich habilitierte. Seit 2014 ist er Titularprofessor an der Universität Fribourg, zudem Präsident der Nationalen Ethikkommission für Humanmedizin in der Schweiz. Markus Zimmermann forscht und lehrt zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens sowie zur Ethik des Sterbens.

Kosten: 690 € pro Einzelseminar
Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Teilnahmegebühr dient der Kostendeckung.

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K2.3: Digitalisierung der Medizin - 08./09. Mai 2026

Technische und insbesondere digitale Hilfssysteme werden im medizinischen Alltag immer wichtiger, angefangen bei „intelligenten“ Systemen zur Entscheidungsfindung über die Tele-Medizin bis hin zu Operations-Robotern. Neben vielen Vorteilen, die diese Systeme für medizinische Tätigkeiten und ganze Organisationen bieten können, entstehen mit ihnen zugleich neue ethische und soziale Herausforderungen.

Im ersten Seminarteil sichten wir zunächst die wichtigsten technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre – insbesondere Big Data, maschinelles Lernen und medizinische Robotik – und analysieren deren aktuelle sowie zukünftige Einsatzbereiche im Gesundheitswesen.

Im zweiten Teil diskutieren wir anhand zahlreicher Fallbeispiele die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Spannungen, die der zunehmende Einsatz intelligenter Systeme in der Medizin erzeugt. Im dritten Teil erarbeiten wir konkrete Ansätze zu einem verantwortlichen Umgang mit diesen Systemen, von der Forschung und Entwicklung bis hin zur klinischen Anwendung im Alltag.

 

Jun.-Prof. Dr. Philipp Kellmeyer ist seit 9/2023 Juniorprofessor für Responsible AI und Digital Health in der Data and Web Science Group an der Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Mathematik der Universität Mannheim. Sein Forschungs-schwerpunkt liegt auf partizipativen und partizipationsorientierten Ansätzen zur Entwicklung von KI-Systemen, sozialen Robotern und XR-Systemen, insbesondere für digitale Gesundheitsanwendungen, mit einem besonderen Fokus auf Werteorientierung, Vertrauen und Verantwortung.

Er ist außerdem Facharzt für Neurologie und leitete das Human-Technology Interaction Lab am Universitätsklinikum Freiburg (2019-2022: Neuroethics and AI Ethics Lab) an der Klinik für Neurochirurgie. Er studierte Humanmedizin in Heidelberg und Zürich und erwarb einen M. Phil. in experimenteller Psychologie an der University of Cambridge.

Kosten: 690 € pro Einzelseminar
Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Teilnahmegebühr dient der Kostendeckung.

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K2.2: Ethische Herausforderungen am Lebensanfang – 24./25. Juli 2026

Die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin werden seit langem kontrovers diskutiert. Das verwundert kaum, denn die rasante Entwicklung von Insemination und In-Vitro-Fertilisation, Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik hat immer mehr Möglichkeiten geschaffen, die Entstehung und Entwicklung von menschlichem Leben zu ermöglichen, zu beeinflussen – oder auch zu beenden.

Allerdings sind diese Tendenzen nicht nur deswegen so umstritten, weil sie werdendes Leben in so hohem Maß unserer Verfügung unterstellen, sondern auch, weil sie uns mit grundlegenden Fragen konfrontieren: Wann beginnt menschliches Leben? Was ist der Mensch? Was bedeutet heute „Familie“? Und wie wollen wir mit gesellschaftlicher Diversität umgehen?

Im Seminar werden wir uns mit den derzeit bestimmenden ethischen Fragen und Argumenten vertraut machen. Dabei kommen sowohl individual- als auch sozialethische Positionen zur Sprache. Besonders herausfordernde Zukunftsszenarien wie etwa die

Gen-Editierung der Keimbahn sollen zudem aus verantwortungsethischer Perspektive betrachtet werden.

 

 

Prof. Dr. Claudia Wiesemann leitet das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen. Sie ist Mitglied mehrerer Arbeitsgruppen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und war bis 2020 stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Autonomie und Vertrauen in der modernen Medizin sowie Elternschaft und Familie in der Reproduktionsmedizin.

 

Kosten: 690 € pro Einzelseminar
Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Teilnahmegebühr dient der Kostendeckung.

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K2.2: Ethische Herausforderungen am Lebensende – 18./19. September 2026

In unserer Gesellschaft werden das Älterwerden und Sterben eng medizinisch begleitet. Der Zeitpunkt von Sterben und Tod ist uns nicht mehr einfach vorgegeben, sondern kann medizinisch verschoben werden, zum Beispiel durch Maßnahmen wie invasive Beatmung, künstliche Ernährung oder auch die ECMO-Therapie. Gleichzeitig kann die Medizin Menschen im Sterben leidlindernd begleiten, wie es die Palliativmedizin tut. Schließlich gibt es medizinische Mittel, die dazu genutzt werden können, Leben zu beenden.

So eröffnet sich für uns die Frage, wie lange und unter welchen Bedingungen wir im Alter und am Lebensende leben wollen, und es eröffnet sich die Frage, welche Formen der Lebenszeitverlängerung und -verkürzung ethisch akzeptabel erscheinen.

Im Themenblock „Ethische Herausforderungen am Lebensende“ werden wir die Themen Therapiebegrenzung, Patientenverfügung, Begleitung und Zulassen des Sterbens sowie assistierter Suizid
und Tötung auf Verlangen ethisch und philosophisch diskutieren. Dabei werden wir auch das Spannungsverhältnis beleuchten, in dem unterschiedliche ethische Theorien und Prinzipien bezüglich die-
ser Herausforderungen stehen. Außerdem werden wir uns ergänzend zu den ethischen Fragen auch die Grundzüge der rechtlichen Situation zur Sterbehilfe in Deutschland vor Augen führen. Die Themen und Herausforderungen werden mit Hilfe von Fallbeispielen eingeführt und es gibt die Gelegenheit, eigene Fälle vorzustellen und zu diskutieren.

 

PD Dr. Joachim Boldt studierte Philosophie, Linguistik und Literaturwissenschaft in Heidelberg, Sheffield (UK) und Berlin. Er promovierte an der Humboldt Universität zu Berlin mit einer Arbeit zur Ethik und Erkenntnistheorie Kierkegaards. An der medizinischen Fakultät der Universität Freiburg habilitierte er zu ethischen und philosophischen Fragen der synthetischen Biologie. Seit 2010 ist er stellvertretender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin in Freiburg und aktuell stellvertretender Vorsitzender der Ethikkommission der Universität Freiburg.

Kosten: 690 € pro Einzelseminar
Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Teilnahmegebühr dient der Kostendeckung.

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Überblick

Zielgruppe

Die Zertifizierungen zum Ethikberater:in bzw. Koordinator:in für Ethikberatung und Trainer:in für Ethikberatung sind für alle Personen relevant, die ethische Fallbesprechungen im medizinischen Kontext durchführen oder in Zukunft durchführen möchten. Unsere Kurse richten sich an alle Gesundheitsberufe: Ärzt:innen, Pflegekräfte, Seelsorger:innen, therapeutisch tätige Personen, Medizintechniker:innen und andere, die in ihrem Berufsleben mit ethischen Fragen konfrontiert werden.

Voraussetzungen & Kosten

K1: Die Teilnehmenden sollten über  qualifizierte Berufserfahrung verfügen.

Die Voraussetzungen für K2 und K3 entsprechen den Vorgaben der AEM und sind hier aufgelistet.

Die Teilnahmegebühr am Grundkurs beträgt 690 Euro. In den Kosten sind alle Studienmaterialien, persönliche Betreuung und das Abschlusszertifikat sowie Snacks und Erfrischungen während der Präsenzseminare enthalten – nicht enthalten sind eventuelle Reise- und Übernachtungskosten.

Die Teilnahmegebühr am Moderationskurs beträgt 490 Euro.

Personen, die beide Kurse (Grundkurs und Moderationskurs) im Paket buchen, zahlen € 1100 statt € 1180.

Wir arbeiten nicht gewinnorientiert; die Gebühr dient unserer Kostendeckung und kann steuerlich abgesetzt werden.

Veranstalter & Seminarorte

Die Zertifizierungen sind ein Angebot der Thales-Akademie für angewandte Philosophie in Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie der Hochschule Furtwangen und werden von wissenschaftlich renommierten, praxiserfahrenen Dozierenden aus ganz Deutschland geleitet.

Die Präsenztermine finden wenige Minuten vom Hauptbahnhof im Freiburger Stadtteil Wiehre statt – im Liefmann-Haus der Universität Freiburg (Goethestraße 33).

Beratung & Ansprechperson

Für alle Fragen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail oder rufen Sie uns einfach an. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartnerin:

Miriam Fischer-Geboers

 

 

 

 

Dr. Miriam Fischer Geboers
fischer@thales-akademie.de
Telefon 0761 – 290 800 14

Medizinethik_extra Seminare 2025

Anmeldung

Sie können sich sowohl für die einzelnen Kurse zur Zertifizierung als auch für den gesamten Kurs CAS Medizinethik anmelden:

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne per Mail oder Telefon (0761 – 290 800 14).

Eine Kooperation von

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